Meister Hakuin

 Meister Hakuin wurde von seinen Nachbarn für sein reines Leben und seine Hingabe sehr bewundert. Sein Ruf zerbrach jedoch, als eine junge Frau aus der Nachbarschaft schwanger wurde. Von ihren Eltern unter Druck gesetzt, die Identität des Vaters preiszugeben, beschuldigte die verzweifelte junge Frau, die den wahren Schuldigen verbergen wollte, Hakuin.


Als die wütenden Eltern den Mönch mit der Nachricht konfrontierten, antwortete Hakuin nur: „Ach so?“


Nach der Geburt wurde das Kind in die Obhut des Mönchs gegeben. Hakuin hatte den Respekt der Gemeinde verloren und sein Ruf war ruiniert, doch das kümmerte ihn nicht. Er kümmerte sich mit größter Hingabe um das Baby, bat die Nachbarn um Milch und sorgte für alles, was das Kind zum gesunden Aufwachsen brauchte.


Ein Jahr später, von Schuldgefühlen und Reue geplagt, gestand die junge Mutter ihren Eltern die Wahrheit: Der wahre Vater war ein junger Mann, der auf dem örtlichen Fischmarkt arbeitete.


Die beschämten Eltern eilten zu Hakuins Tempel, um sich zu entschuldigen, um Vergebung zu bitten und das Kind zurückzunehmen. Hakuin, stets gelassen und ohne jegliche Anhänglichkeit oder Groll, übergab ihm das Kind mit den Worten: „Wirklich?“

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